Die Nachricht, Huonder bleibt noch zwei Jahre, hat uns schockiert. Das Spiel geht in die Verlängerung. Was bedeutet das? Ausser der eigenen Deutung von Bischof Huonder selber, dass dies ein Vertrauensbeweis des Papstes gegenüber ihm sei, liegt keine offizielle Erklärung vor, wie diese „Spielverlängerung“ zu interpretieren ist; darüber schweigt sich Rom aus. Man kann nur raten und mutmassen. Ein weiteres Mal werden wir wie unmündige Kinder behandelt, die nicht zu wissen brauchen, weshalb ihre Vorgesetzten so und nicht anders entschieden haben. Gegen diese unwürdige Behandlung von mündigen Kirchenbürgern und engagierten Katholiken sowie von Seelsorgerinnen und Seelsorgern müssen wir uns mit allen Mitteln wehren. Das ist das eine; das andere ist die Interpretation dieses Entscheides.

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Zu seinem 75. Geburtstag hat Bischof Vitus Huonder ordnungsgemäss Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten. Gespannte Erwartung herrscht bei vielen Katholiken im Bistum: Wie wird Rom reagieren? Es besteht nach vielen Jahren der Konflikte und Resignation zum ersten Mal wieder die Chance, die Weichen zu stellen zu einem Neubeginn mit einer Kirchenleitung, die versöhnlich, barmherzig und einladend auf die Menschen unserer Gesellschaft zugeht. Das wäre ein Zeichen der Hoffnung für viele.

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An der  Generalversammlung der Pfarrei-Initiative vom 6. April 12016 in Zürich, an der über 30 Vereinsmitglieder, kirchlich engagierte Frauen und Männer, darunter viele Seelsorgerinnen und Seelsorger teilgenommen hatten, herrschte eine gemischte Stimmung zwischen Enttäuschung über die aktuelle Entwicklung in der Kirche und Hoffnung, dass sich doch etwas bewegen lässt.

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„Jetzt ist es wichtig, die erfreulich positiven Ergebnisse des Abschlussdokumentes und auch der Schlussansprache von Papst Franziskus in die kirchliche Seelsorge aufzunehmen und in das konkrete Leben der Menschen zu übersetzen.“ Dies erklärte Prof. Eva-Maria Faber, Chur, in ihrem Impulsreferat an der Herbstversammlung der Pfarrei-Initiative am 30. Oktober in Zürich. Die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Herbstversammlung setzten sich engagiert mit den Ergebnissen der Bischofssynode zu Ehe und Familie auseinander.

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PAPST FRANZISKUS, SIE BRAUCHEN LEBENDIGE GEMEINDEN UND DIE GEMEINDEN BRAUCHEN SIE!

Papst Franziskus, Ihre Vision von Kirche bewegt uns: eine Kirche in der Spur und im Geist Jesu nahe bei den Menschen, ihnen in Respekt und Offenheit verbunden, auf Augenhöhe, als echte Weggefährtin – zugewandt gerade jenen, die am Rand stehen und besonderer Solidarität bedürfen. Statt Gräben zu vertiefen, führen Sie zusammen. Statt zu urteilen, suchen Sie zu verstehen. Statt Türen zu schließen, öffnen Sie Herzen. Hier wird die Urform von Kirche, wie Jesus sie uns vorgelebt hat, endlich wieder spürbar.
Unzählige Menschen überall auf der Welt jubeln Ihnen zu, denn sie teilen diese Vision – so sehr im Geiste des Zweiten Vatikanischen Konzils. Mehr noch: Sie leben sie, so gut es geht. Ihre Heimat sind die Gemeinden vor Ort, an der Kirchenbasis. Hier, im Alltag der Menschen findet Kirche statt, wird sie lebendig oder auch nicht. Hier, und nur hier, erfährt Kirche tagtäglich ihren Daseinsgrund.

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Wir freuen uns mit der Pfarrei Bürglen und mit Pfarrer Wendelin Bucheli wie mit allen, die sich in den letzten Wochen für einen Verbleib von Pfarrer Bucheli in Bürglen eingesetzt haben. Es freut uns, dass die grosse Solidaritätsbekundung vieler Menschen zu diesem Ergebnis führte.

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Pressemitteilung Limerick/Irland, 19.04.2015

Das zweite internationale Treffen katholischer Pfarrerinitiativen und Reformgruppen endete am Donnerstag mit dem Aufruf an die Bischöfe, die Vision des Papstes für eine erneuerte Kirche «mutig und öffentlich» zu unterstützen. Im Fokus der viertägigen Konferenz standen vor allem die Frage einer dezentraleren und partizipativeren Kirchenstruktur zur Stärkung der Ortskirche sowie die Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche.

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Der Vorstand der Pfarrei-Initiative hat Pfarrer Wendelin Bucheli und der Pfarrei Bürglen mitgeteilt, dass sie auf die Solidarität und Unterstützung der Pfarrei-Initiative zählen können. Die Pfarrei-Initiative ist im Jahr 2012 unter anderem deswegen gegründet worden, um Seelsorger und Seelsorgerinnen zu unterstützen, die wegen ihres seelsorgerlichen Engagements Gefahr laufen, auf Druck von Kirchenobern ihre Stelle zu verlieren. Über 500 Seelsorgerinnen und Seelsorger die in Ihrer Praxis ähnlich handeln wie Pfarrer Wendelin Bucheli sind auf diesen Weg der gegenseitigen Solidarität eingetreten. Die Vielfalt der Menschen und ihrer Lebensentwürfe braucht auch von der Kirche eine kreative und vielfältige Begleitung.

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Vor einem Jahr, im September 2012 ist die Pfarrei-Initiative mit ihren Unterschriften zum ersten Mal an die Öffentlichkeit getreten. Die Bischöfe haben darauf reagiert, zuletzt mit den beiden Medienkommuniqués vom 1. Juli und 5. September. Wir sind erfreut darüber, mit den Bischöfen die Einschätzung zu teilen, dass die Pfarrei-Initiative ein Symptom einer Krisensituation ist und dass die Fragen und Befürchtungen, welche zur Initiative geführt haben, ernst zu nehmen sind.

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Die drei Sprecher der Pfarrei-Initiative haben nach Bekanntwerden der Pressemitteilung sich kurzgeschlossen und zeigen sich mit dem Ergebnis der Verhandlungen in Rom sehr zufrieden. Denn selbstverständlich leben wir als Seelsorgende aus dem Geist des Konzils. Gleichzeitig freut uns dass die von uns gestellten Fragen als solche erkannt wurden und das lässt hoffen, dass nun ein inhaltlicher Dialog über unsere 10 Punkte beginnen kann. Wir nehmen dabei durchaus die bisherigen geführten Gespräche ernst. Als inhaltliche Auseinandersetzung erwarten wir aber deutlich mehr. Wir bleiben hoffnungsvoll.

1. Juli 2013

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