Am Mittwoch, 6. April trafen sich 30 Mitglieder und Interessierte in Zürich zur ersten Mitgliederversammlung des Vereins Pfarrei-Initiative Schweiz. Neben den offiziellen Traktanden haben wir in drei Gruppen drei wichtige Themen diskutiert und mit den Resultaten dem Vorstand ein gutes Weiterarbeiten ermöglicht.

Diskutieren in der Gruppe | © Pfarrei-Initiative Schweiz

In einer ersten Gruppe wurde die Mitsprache der Ortskirche bei den Bischofsernennungen diskutiert. Die Gruppe ist zum Schluss gekommen, dass die Pfarrei-Initiative eine Unterschriftensammlung in dieser Richtung organisieren soll, wenn möglich über die Schweizer Grenzen hinaus, denn auch in anderen Ländern sind Fehlbesetzungen immer wieder ein Thema. Mehr dazu erfahren Sie in einem Rundbrief und auf dieser Homepage, sobald der Vorstand sich damit befasst hat und die Unterschriftensammlung lanciert ist.

Diskussion in der Gruppe | © Pfarrei-Initiative Schweiz

Eine zweite Gruppe befasste sich mit dem Thema XXL-Pfarreien. Die immer grösser werdenden Seelsorgeeinheiten oder Pastoralräume sind ein Problem. Es fehlen Ansprechpersonen in den einzelnen Pfarreien, in den Quartieren. Es wurde diskutiert, wie man wieder kleinere Zellen aktivieren könnte. Gute Lösungen konnten nicht aus den Ärmeln geschüttelt werden, aber eine Gruppe wird sich weiterhin treffen und einen Text aufsetzen, den die Pfarrei-Initiative dann als Ermunterung an alle Pfarreien weiterleiten kann.

Diskussion in der Gruppe | © Pfarrei-Initiative Schweiz

In der dritten Gruppe ging es um die Weihezulassung. Denn weder mit der Bibel noch mit der Tradition lässt sich ein Ausschluss von Frauen oder nicht zölibatär lebenden Männern rechtfertigen. In dieser Gruppe war es wohl am schwierigsten, konkrete Vorschläge zu machen. Es zeigte sich aber, dass es ganz viele Parallelen gibt zum Problem mit den XXL-Pfarreien. Wenn mehr Menschen ermächtigt werden Sakramente zu spenden, Gemeinden, bzw. Gruppen zu leiten, wäre auch das Problem mit den viel zu grossen Seelsorgeeinheiten nicht mehr so akut.

Erst am Schluss des Nachmittags kamen die offiziellen Traktanden zur Diskussion. Der Jahresbericht des Präsidenten wurde genehmigt, ebenso die Rechnung 2015 und das Budget 2016. Der Jahresbeitrag bleibt bei Fr. 50.-. Und erfreulicherweise haben wir zwei Revisoren gefunden (Guido Benz und Peter Meyer, beide aus Wohlen).

Die Suche nach einem neuen Vorstandsmitglied war leider erfolglos. Wer gern mithelfen würde, kann sich aber jederzeit bei einem Vorstandsmitglied melden und gern auch mal in eine Vorstandssitzung reinschnuppern, bevor er/sie sich definitiv entscheidet.

Einstimmig genehmigt! | © Pfarrei-Initiative Schweiz